Das Unterrichtsfach Arbeit-Wirtschaft-Technik bildet gemeinsam mit den berufsorientierenden Zweigen das Lernfeld AWT in der Mittelschule und übernimmt hier die Funktion eines Leitfaches. Vorrangiges Bildungsziel des Faches Arbeit-Wirtschaft-Technik ist es, die Schülerinnen und Schüler auf jene Lebensbereiche vorzubereiten, in denen sie in Zukunft als Konsument, Arbeitnehmer, Unternehmer und Staatsbürger eigenverantwortlich handeln.

 

Projektprüfung

 

Ab dem Schuljahr 2011/12 fasst die Projektprüfung im qualifizierenden Abschluss der Mittelschule wie in der Prüfung zum mittleren Schulabschluss an der Mittelschule die Prüfungen im Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik und einem berufsorientierenden Zweig verpflichtend zusammen.

 

Berufsorientierender Zweig Soziales

 

Durch den Unterricht in den berufsorientierenden Zweigen Technik, Wirtschaft und Soziales finden die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Stärken, Fähigkeiten und Neigungen bezüglich ihrer beruflichen Orientierung. Fachspezifische Schwerpunkte im boZ Soziales sind Haushalten und Ernähren, aktuelle Entwicklungen sowie soziales Handeln im Bezugsrahmen des Haushalts.

Berufsorientierender Zweig Technik

 

Fachspezifische Schwerpunkte im boZ Technik sind der Umgang mit verschiedenen Werkmaterialien, Technisches Zeichnen/CAD und die Anwendung im technischen Umfeld.

 

Berufsorientierender Zweig Wirtschaft

 

Fachspezifische Schwerpunkte im boZ Wirtschaft sind Medienkompetenz, Kommunikation und kaufmännische Wirtschaft.

 

Zusammenarbeit mit externen Partnern:

 

1.Berufsorientierungsprogramm in Zusammenarbeit mit der GbF - Schweinfurt

 

 

1.1.BOP - Berufsorientierungspraktikum

 

 

Gefördert wird für jeden Teilnehmer eine Potenzialanalyse ab der 7. Klasse und die darauf folgenden Werkstatttage. Während der Potenzialanalyse stellen die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre Neigungen und Kompetenzen fest. Danach haben sie bei den Werkstatttagen die Chance, zwei Wochen lang, drei Berufsfelder kennenzulernen. Dadurch sollen eine realistische Ausbildungs- und Berufswahl gefördert und Fehlentscheidungen dabei vermieden werden.

 

1.2.Berufsorientierungsnetzwerk

 

BON steht für Berufsorientierungsnetzwerk. Ein Gemeinschaftsprojekt der staatlichen Schulämter und der Agentur für Arbeit. Im Landkreis Bad Kissingen ist auch der Kreis finanziell beteiligt.

 

 

Durch die berufsorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten soll die Ausbildungsreife der Jugendlichen gefördert und der Fachkräftenachwuchs für die Region erschlossen und sichergestellt werden.

Durch persönliches Erleben im Rahmen von Praktika werden die Jugendlichen für das Thema „Berufswahl“ aufgeschlossen und erhalten einen vertieften Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt. So kann die Berufswahlkompetenz erweitert und eine bewusste, realistische Berufswahlentscheidung getroffen werden.

Das Berufsorientierungsnetzwerk ist ein alternatives Praktikumsmodell.
  • Eine kompakte Praktikumswoche zum Kennenlernen der betrieblichen Abläufe
  • Ein Praxistag pro Woche jeweils am selben Wochentag über einen Zeitraum von mehreren Monaten
  • Im Rahmen des Praktikums setzen die Schüler das Gelernte um und erarbeiten eine „Betriebliche Lernaufgabe".
Netzwerkbetreuer der GbF unterstützen und begleiten die Schüler/innen fachlich und arbeiten Hand in Hand mit den jeweiligen Klassenlehrern und den regionalen Betrieben.

Ablauf

Vorbereitungs- Bewerbungsphase
  • Berufs- und Betriebswahl
  • Telefontraining
  • Bewerbungstraining
  • Abschluss eines Praktikumsvertrages
  • Belehrung zu Gesundheits- und Arbeitssicherheit
Betriebliche Phase
Praktikumswoche
  • Einführung in die betrieblichen Abläufe
  • Kennenlernen der potentiellen Mitarbeiter
Kontinuierlicher Praxistag
  • Betriebsbesuche des Lehrers und Netzwerkbetreuers
  • Austausch mit den Praktikumsanleitern
  • Reflexion der Eignung / Neigung
Präsentations-/Auswertungsphase
  • Öffentliche Präsentation der „Betrieblichen Lernaufgabe“ (BLA)
  • Praktikumsbeurteilung durch Betrieb und Schule
  • Reflexionsgespräche (Schüler und Eltern)
  • Teilnahmebescheinigung mit konkreten Handlungshinweisen
2.Berufsberatung vor Ort:
Frau Dorn von der Agentur für Arbeit kümmert sich in unseren Schulräumen um alle Fragen der Berufsberatung.